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Open Access - ausgewählte CI-Publikationen ab sofort auch kostenfrei im Internet verfügbar

http://ci-muenster.de/biblioinfothek/open_access.php
Ab sofort gibt es auf der Homepage des CI einen Open Access-Bereich, in dem Artikel, Bücher und Broschüren zum Download im pdf-Format bereit stehen. Diese Neuerung zielt darauf, einem möglichst großen Kreis von Interessierten die Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Institutsarbeit zu ermöglichen, dadurch den Diskussionsprozess zwischen Theorie und Praxis zu dynamisieren und so auch zu einer Demokratisierung wissenschaftlicher Bemühungen beizutragen.

Den Anfang im Open Access-Bereich machen aktuelle Veröffentlichungen, wie „Grundlegende Kompetenzen religiöser Bildung“ von Dietlind Fischer und Volker Elsenbast, „Evangelische Schulseelsorge“ von Harmjan Dam und Matthias Spenn, „Bildungslernen im globalen Dorf“ von Dirk Oesselmann, Gisela Matthiae und Gabriele Mayer und andere mehr.

Mit dieser neuen Publikationsstrategie reagiert das Comenius-Institut auf die wachsende Diskussion um Zugangsmöglichkeiten zu wissenschaftlichen Arbeitsergebnissen. Unter dem Titel Open Access wird seit einigen Jahren diskutiert, wie durch das Internet der Zugang zu wissenschaftlichem Wissen geöffnet und damit die Verbreitung und Nutzung dieser Erkenntnisse maximiert werden kann. Bislang war es so, dass der Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen durch zwei Nadelöhre begrenzt war: Zum einen ist sowohl die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen (Druckkostenzuschüsse) als auch der Erwerb der Publikationen mit einem oftmals nicht unerheblichen finanziellen Aufwand verbunden. Dabei sind z. B. in den letzten Jahren die Preise für Fachzeitschriften (die online-Versionen eingeschlossen) so in die Höhe geschnellt, so dass es für Bibliotheken und erst recht für Privatpersonen in Zeiten knapper Ressourcen immer schwieriger wird, diesen Zugang zu Wissenschaft und Forschung aufrecht zu halten. Zum anderen ist der Zugang über wissenschaftliche Bibliotheken zeitlich und örtlich nicht immer gewährleistet bzw. mit Verzögerungen (Stichwort: Fernleihe) verbunden. Diese Situation führt dazu, dass einzelne Beiträge immer stärker in Nischen versinken und für die potentiellen LeserInnen nur schwer sichtbar sind.

Angesichts dieser Probleme eröffnen die technischen Möglichkeiten des Internet einen Weg, wissenschaftliche Veröffentlichungen weltweit frei zugänglich zu machen. Als Datei auf einer Homepage eingestellt, kann ein Artikel, eine Broschüre, ein gesamtes Buch o. ä. unabhängig von Zeit und Ort über das Internet heruntergeladen werden. Open Access-Publikationen ermöglichen in dieser Form einen kostenfreien und niedrigschwelligen Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und Diskursen.

Im Anschluss an die Berliner Erklärung, in der sich die großen Forschungsorganisationen, wie z. B. Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, der Wissenschaftsrat und weitere, für diese neue Strategie der Veröffentlichung ausgesprochen haben, hat sich auch das Comenius-Institut entschieden, seine Publikationswege zu erweitern. Ausgewählte Veröffentlichungen werden zukünftig nicht mehr nur als gedruckte (Bezahl-)Version angeboten, sondern auch als kostenfreie Online-Version zum Download bereitgestellt. Mit dieser Möglichkeit eröffnet das CI einen unkomplizierten und kostenfreien Zugang zu publizierten Ergebnissen aus der Institutsarbeit.


Andreas Feindt

© Comenius-Institut 2004-2009

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