Uta Hallwirth
Im Mittelpunkt stand dabei die Studie von Manfred L. Pirner zur „Christlichen Pädagogik“ (Stuttgart 2008). Sie basiert auf einer empirischen Untersuchung beim Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e.V. (CJD) und lenkt den Blick auf das Verhältnis von Erziehungswissenschaft und Religionspädagogik. Es geht darum, was unter den Bedingungen einer pluralen Gesellschaft unter einer christlichen Pädagogik zu verstehen ist. Es ist zu klären, wie normative und wissenschaftlichanalytische Aussagen aufeinander bezogen werden können.
Kurz gefasst weisen die vorliegenden Daten darauf hin, dass christliche Pädagogik zu einem hohen Grad bezogen wird auf das christliche Menschenbild, auf christliche Werte und auf eine gelebte Beziehungspädagogik. Wesentlich niedriger in seiner Bedeutung eingestuft wird dagegen der Bezug zur Religionspädagogik.
Daraus ergibt sich, dass die Beziehung zwischen christlicher Pädagogik und religiöser Bildung genauer zu klären ist. Die Studie bestärkt zudem die Ansicht, dass evangelische Schulen die Herausforderung einer pluralen Mitarbeiterschaft annehmen müssen. Statt in der Personalpolitik primär auf christliche Mitarbeitende als Profilgaranten zu setzen, könnte es eher darum gehen, wie das christliche Menschenbild in den Einrichtungen dekliniert und in Bezug zur pädagogischen Arbeit und zur Organisations- und Leitungskultur gesetzt wird.
Der Beitrag von Manfred L. Pirner ist zu finden unter
http://www.evangelische-schulen-in-deutschland.de/files/docs/CP-EKD-PDF.pdf
Dr. Uta Hallwirth, WAES hallwirth@comenius.de
CI-Informationen 2009/2
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